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| Prostatakrebs |
Im Überblick:
- Dodekanten Stanzbiopsie zur exakten Lokalisierung des Tumors
- mehr als 2000 laparoskopische radikale Prostatektomien mit 95% kontinenten Patienten
- Seit Oktober 2009 wird der OP-Roboter Da Vinci® mit großem Erfolg eingesetzt
- 60% der laparaskopisch radikalen Prostatektomien verlaufen mit Erhalt der Potenz nach beidseitiger Nervenschonung
- nächtliche penile Tumeszenzmessung ( NPT ) nach Operation
- SKAT-Therapie ( Schwellkörper-Autoinjektions-Therapie ) zur Rehabilitation der Potenz
- Brachytherapie
- Studien zur Verbesserung der medikamentösen Nachbehandlung
- Nachbehandlung mittels Schmerztherapie und Palliativmedizin
Umfassende Behandlung und Diagnose von Prostatakrebs
Die Therapie des Prostatakarzinoms, dem heute häufigsten bösartigen Tumor bei Männern, steht seit über 10 Jahren im Mittelpunkt der klinischen Forschung und Diagnose an der Urologischen Klinik Heilbronn.
Aktuell befassen wir uns in Studien u.a. mit Therapiealternativen in Form medikamentöser Nachbehandlung von Prostatakrebs im fortgeschrittenen Stadium ( ZEUS Studie ).
An unserem Klinikum erfolgt eine umfassende Behandlung des Prostatakarzinoms mit kurativer Intension unter Einsatz der:
- laparoskopischen radikalen Prostatektomie mit Unterstützung des OP-Roboter Da Vinci®
- Brachytherapie
- Chemo-, Hormontherapie
Beschränkt sich ein Prostatakarzinom auf das jeweilige Organ, ist dessen operative Entfernung nach neuesten Forschungsergebnissen die sicherste Behandlungsmethode.
Die radikale Prostatektomie erfolgt an unserer Klinik ausschließlich laparoskopisch. Die speziell hierfür entwickelte 'Heilbronner Technik' hat sich in über 2000 Eingriffen als Standardverfahren etabliert. Seit Oktober 2009 wird die Operation mit Unterstützung durch den Da Vinci® OP-Roboter durchgeführt. So wird eine jahrelange laparoskopische Erfahrung mit der neusten Technik kombiniert.
Ein wesentliches Ziel der Therapie ist hierbei die Erhaltung der Kontinenz.
Die Erfolge zeigen, dass nach 1 Jahr über 95 % der bei uns mit laproskopischer radikaler Prostatektomie operierten Patienten kontinent sind, d.h. maximal eine Sicherheitsvorlage benötigen.
Für Patienten im Frühstadium, d.h.
- PSA unter 10,
- Gleason Score unter 8,
- kein Kapseldurchbruch
besteht die Möglichkeit einer nervenschonenden Technik zum Erhalt der Potenz.
Die Erfolge zeigen, dass bei beidseitiger Nervenschonung nach einem Jahr über 60 % der Patienten potent sind (teilweise unter Einsatz von Viagra, Cialis oder Levitra), bei Männern unter 55 Jahren sogar 75%.
Nach nervenschonender laparoskopischer radikaler Prostatektomie besteht die Möglichkeit, über eine nächtliche penile Tumeszenzmessung ( NPT ) das Vorhandensein einer erektilen Funktion nachzuweisen. Entsprechend dem modifizierten "Kieler Modell", einem von Prof. Jünemann et al. in Kiel entwickelten Behandlungsalgorithmus, empfehlen wir bei nachweisbaren Erektionen die regelmäßige Einnahme von Tadalafil oder Sildenafil zur weiteren Verbesserung der erektilen Funktion.
Sind keine nächtlichen Erektionen nachweisbar, kann eine SKAT-Therapie ( Schwellkörper-Autoinjektions-Therapie ) begonnen werden, um eine Rehabilitation der erektilen Funktion zu erreichen.

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Im Gegensatz zur radikalen Prostatektomie zielt die Brachytherapie auf die Erhaltung des Organs. Es handelt sich um ein minimal-invasives strahlentherapeutisches Verfahren, welches den Tumor von innen bestrahlt und wissenschaftlich weltweit große Akzeptanz genießt. Wir bevorzugen diese Methode allerdings nur bei Patienten, die für eine laparoskopische radikale Prostatektomie nicht in Frage kommen.
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Prof. Rassweiler verfügt seit 1986 über Erfahrung mit dieser Methode.
Bei örtlich fortgeschrittenen Tumoren, die die Grenze des Organs überschritten haben und nicht operiert werden können, wählen wir die "Medikamentöse Tumortherapie" , zum Beispiel mit Taxotere ( Doxotacel ).
Diese erfolgt an unserer Klinik überwiegend ambulant.
Diagnose und Früherkennung
Die Urologische Klinik Heilbronn empfiehlt neben der jährlichen Vorsorgeuntersuchung zur Prostatakarzinom Früherkennung, eine weiterführende zusätzliche und regelmäßige Blutuntersuchung zur Ermittlung des PSA Wertes.
Prof. Rassweiler hat sich hinsichtlich der kontrovers diskutierten Diagnosesicherheit in wissenschaftlichen Veröffentlichungen geäußert und ist ein Bekenner des intelligenten Einsatzes der PSA ( Verlaufsbeobachtung, Anstiegsgeschwindigkeit ) zur Früherkennung des Prostatakarzinmons. ( www.uronews-online.de, Artikel "Anti-PSA Kampagne" ).
In der Urologischen Klinik Heilbronn wurde das standardisierte Verfahren der Gewebeprobe hin zur "Dodekanten Stanzbiopsie" weiterentwickelt.
Unter Monitorsicht werden 12 (statt 6) feine Stanzzylinder aus genau definierten Bereichen der Prostata entnommen. Wir dokumentieren die Entnahme mittels transrektalem Ultraschall ( TRUS ). Außerdem betten wir die Stanzzylinder selbst ein, so dass wir exakt die Lokalisation des Tumors in der Prostata erhalten.
Dies ist wichtig für die Strategie bei der laparoskopischen Prostatektomie, insbesondere zum Potenzerhalt ( Möglichkeit der Schonung der Erektionsnerven ).
Die systematische Dodekanten-Stanzbiopsie sichert die Diagnose im Detail, auf deren Grundlage ein geeignetes Therapiekonzept für den Patienten erstellt werden kann.
Nachsorge nach durchgeführter Behandlung des Prostatakarzinoms
Im Mittelpunkt der Nachsorge steht neben speziellen urologischen Untersuchungen die Überwachung des PSA-Blutwertes. Dieser sollte nach der Entfernung der tumorbefallenen Prostata nicht mehr messbar sein ( < 0,1 ng/ml ).
Das Leitungsspektrum unserer Klinik umfasst im Rahmen der Tumornachsorge alle Formen der Schmerztherapie und der Palliativmedizin.
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