Urologie Heilbronn - Hocheffiziente Entwicklung der ESWL

Steinbehandlung auf neuen Wege

Lithoskop Steinleiden zählen im 21. Jahrhundert zu den typischen Zivilisationskrankheiten unserer Zeit. Männer wie Frauen leiden in Deutschland insbesondere an Nieren oder an Harnsteinen, die mehr oder weniger starke Beschwerden verursachen.

Für den Fall, dass die Steine den Körper nicht auf natürlichem Wege wieder verlassen (Spontanabgang), bietet die moderne Medizin in der Urologie Heilbronn heute revolutionäre Therapien und Techniken zur Steinbehandlung an.

Neben dem innovativen Einsatz endoskopischer Maßnahmen und Harnleiterspiegelungen (Ureterorenoskopie) ist das Team der Urologie Heilbronn Pionier und Experte auf dem Gebiet der technischen Weiterentwicklung der ESWL (extrakorporaler Stoßwellenlithotripsie).

Gemeinsam mit Prof. Chaussy, dem Erfinder der ESWL, haben Prof. Rassweiler und die Ingenieure von Siemens ein mulitfunktionales Lithotripsiesystem entwickelt.

Diese flexible und dadurch hocheffiziente Lithotriptertechnologie (Siemens Lithoskop) basiert auf einem kombinierten Röntgen/Stoßwellen 'Doppel C-Bogen-System' und ist eine optimale Kombination aus Lithotripter und Urodiagnostik-Tisch. Das Gerät eignet sich für alle Anwendungen in der Lithotripsie, Urodiagnostik, Endourologie sowie für perkutane Eingriffe.

Das Prinzip der ESWL

Bei einer ESWL werden mittels akustischer Stoßwellen Harnsteine und Nierensteine in kleinste Segmente zertrümmert, die dann auf natürlichem Wege ausgeschieden werden können. Diese Behandlung erfolgt ambulant und ist für den Patienten kaum spürbar.


Chemolitholyse

Nur ein kleiner Teil der Harnsteine ist für eine Auflösung geeignet. Erfolgreich ist die Methode bei Harnsteinen, die aus Harnsäure bestehen.


Perkutane Nephrolitholapaxie (PCNL)

Der Eingriff ist minimalinvasiv, stationär und erfolgt mittels der Entfernung der Steine durch die Haut. Geeignet ist diese Therapie bei großen Nieren- und Harnleitersteinen. Hierzu wird ein Kanal in das Nierenbeckenkelchsystem gelegt und die Steine werden durch ein Nephroskop (Nierenspiegelung) herausgezogen oder mittels Ultraschall zertrümmert und abgesaugt.

Bei kleineren Steinen und bei Kindern kann das Verfahren auch mit miniaturisiertem Instrumentarium ('Mini-perc') durchgeführt werden.


Ureterorenoskopie (URS)

Diese Behandlung ist umgangssprachlich besser bekannt als Harnleiterspiegelung. Wir entfernen Harnleitersteine mit Unterstützung dieser Endourologischen Technik in der Regel stationär. Hierbei wird ein Endoskop durch die Harnröhre und die Harnblase in den Harnleiter eingeführt. Mit einer Fasszange wird der Stein gegriffen und herausgezogen oder mittels bestimmter Instrumente zertrümmert.


Intrakorporale Laserlithortipsy (LISL)

Die Laserbehandlung hat in der modernen Medizin heute einen hohen Stellenwert. In der Endourologie nutzen wir die Vorteile des AURIGA XL Holmium-Laser auf unterschiedlichen Behandlungsgebieten.

Bewährt hat sich der Einsatz bei Steinzusammensetzungen, die mittels ESWL nicht erfolgreich beseitigt werden konnten und wir registrieren in Bezug auf Harnleitersteine eine nur geringe Wiedererkrankung. Eine laserindizierte Behandlung von Harn- und Gallensteinen ermöglicht eine Präzision im endoskopischen Gebrauch des AURIGA XL und versetzt uns in die Lage, eine Operationsmethode anzubieten, die für den Patienten wenig belastend ist. Steine in ungünstige Lage können Dank des geringen Umfangs der Lichtfasern mittels flexiblen Endoskopen behandelt werden.

Ein weiterer Vorteil besteht in der Hochleistungsfrequenz, welche eine effiziente Zertrümmerung der Steine in Abhängigkeit ihrer Lage sicherstellt.