European Board of Urology English Deutsch

Urologie Heilbronn - Spezialisten für Nierentumore

Das Behandlungskonzept präferiert die organerhaltende Therapie und eine umfassende Tumornachsorge

Dank der technischen Möglichkeiten können bösartige Nierentumore heute bereits in frühen Stadien im Rahmen von Ultraschalluntersuchungen diagnostiziert werden. Die Heilungschancen sind gut und häufig kann die betroffene Niere erhalten werden, nachdem der Tumor entfernt wurde.

In der Urologie Heilbronn sind die Ergebnisse der laparoskopischen Therapien hervorragend.

Neben der Tumortherapie behandelt die Urologie Heilbronn auch gutartige Nierenerkrankungen, wie z.B. die Nierensteine.

Funktion der Nieren

Eine der wichtigsten Funktionen der Niere ist die Ausscheidung von Harn. Mit dem Urin werden Abfallprodukte aus dem Stoffwechsel der Zellen des Körpers ausgeschieden.

Desweiteren zeichnen sich die Nieren dafür verantwortlich, überschüssiges Wasser, Salze und körperfremde Stoffe (Medikamente) auszuscheiden und die durch den Stoffwechsel entstehenden Säuren zu neutralisieren.

Auch haben die Nieren eine Drüsenfunktion. Sie bilden das sogn. Renin, welches für die Regulation des Blutdrucks eine bedeutende Rolle spielt und das Erythropoetin, welches für die Bildung der roten Blutkörperchen verantwortlich ist und bei einer Fehlfunktion der Niere zur Anämie (Blutarmut) führen kann.

Die Nieren greifen ebenfalls in den hormonellen Regelkreis des Knochenstoffwechsels ein. Hiervon ist insbesondere der Vitamin D-Stoffwechsel betroffen.


Nierenbeckenentzündung
(Pyelonephritis)

Hierbei handelt es sich um eine bakterielle Infektion des Nierengewebes und des Nierenbeckens, wobei akute Infektionen bei Frauen häufiger auftreten als bei Männern.

Meistens entwickelt sich eine solche Entzündung aus einer Harnwegsinfektion, da die Keime vom Harnleiter ins Nierenbecken wandern.

Eine chronische Nierenbeckenentzündung kann die Niere sogar soweit schädigen, dass es zu einem vollständigen Nierenversagen kommen kann, die zwangsläufig eine Dialyse zur Folge hat, da die Nieren ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen können.

Keime entstehen in Folge eines Urinstaus, wenn dieser nicht abfließen kann. Die Ursache findet in Nierensteinen, Tumoren, Fehlbildungen des Harntraktes oder einem Prostataadenom. Aber auch Stoffwechselstörungen wie Gicht oder eine Diabetes gehören dazu, man spricht hier von sogn. sekundären Nierenerkrankungen.

Zu den Symptomen gehören Fieber und Rückenschmerzen. Häufig führen ein jahrelanger erhöhter Bluthochdruck und arteriosklerotische Gefäßveränderungen zu einem chronischen Nierenversagen (vaskuläre Nephropathien).

Die Diagnose erfolgt im ersten Schritt über eine Blut- und Urinuntersuchung mit welcher Keime und Bakterien bestimmt werden. Mit Unterstützung von Ultraschall, Urographie (Röntgen) und einer Zystoskopie (Harnblasenspiegelung) lässt sich die Ursache des Harnstaus diagnostizieren.

Behandelt wird eine Nierenbeckenentzündung mit einem Antibiotikum sowie der Entfernung der Ursache der Abflussstörung, wie z.B. den Nierensteinen.

Nierensteine werden endoskopisch entfernt (PCNL) oder zertrümmert (ESWL).

Vorbeugen können Sie einer solchen Erkrankung durch ausreichendes Trinken (2 Liter/Tag).


Nierenkrebs

In der Urologie Heilbronn sind die Therapieerfolge bei der Behandlung von Nierenkarzinomen bei rechtzeitiger Diagnose hervorragend. Die erfolgreichste Therapie eines Nierentumors, der entfernt werden muss, ist der minimalinvasive Eingriff. Alternativ kann der Tumor mit einer Radiofrequenzablation oder einer Kryotherapie angegangen werden. Mit einer Operation ist die Therapie des Nierenkrebses abgeschlossen, muss aber zwingend lebenslang einer Nachsorge unterzogen werden.

Die meisten Nierentumore sind als sogenannte Nierenzellkarzinome bösartig. In fortgeschrittenen Stadien können sie lokal streuen und über das Blutgefäßsystem bis in das rechte Herz vorwachsen. Metastasen bilden sich u.a. in der Lunge, den Knochen und dem Gehirn. Selten sind bösartige Tumore des Nierenbeckens und gutartige Nierentumore wie Onkozytome und Angiomyolipome.

Die Urologie Heilbronn behandelt Nierentumore sehr erfolgreich mit minimal invasiven Methoden.

Das Behandlungskonzept umfasst:
- Laparoskopische Nieren- und Nebennierenentfernung
- Organerhaltende laparoskopische oder roboter-assistierte (DaVinci ®) Nierentumorchirurgie
- Laparoskopische Nierenentfernung
- Immuntherapie, Chemotherapie
- Fokale Therapie (RFA, Cryotherapy) in Zusammenarbeit mit der radiologischen Abteilung

Die percutane Biopsie erfolgt mittels Ultraschall und Computertumographie.
Ergänzend zu den laparoskopischen und offenen Operationsverfahren empfehlen wir eine spezielle Medikation, welche das Wachstum der Metastasen erfolgreich beschränkt. Insbesondere die Tyrosinkinase-Inhibitoren ist eine viel versprechende Therapie zur Behandlung des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms für alle Tumorpatienten, die auf eine Immuntherapie nicht ansprechen oder diese nicht vertragen.


Erhalt der Niere bei Entfernung
eines Nierentumors

Der Erhalt einer betroffenen Niere bei gleichzeitiger Entfernung eines Nierentumors (Nierentumorenukleation, Nierenteilresektion) folgt zwei Ausprägungen.

Um zu verhindern, dass der Patient dialysepflichtig wird, erhält man die tumorbefallende Niere für den Fall einer zweiten gesunden Niere bzw. einer zweiten erkrankten Niere. Dieser Einsatz erfolgt in Heilbronn überwiegend mit laparoskopischer Technik.


Entfernung einer tumortragenden
Niere

Es gibt pathologische und funktionale Gründe, die für eine Entfernung der Niere sprechen (Tumornephrektomie). An der Urologie Heilbronn werden hierzu minimalinvasive (laparoskopische) Methoden eingesetzt.