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Urologie Heilbronn - Früherkennung hilft Leben zu retten!

Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung von urologischen Krebserkrankungen

Die Urologie Heilbronn sieht ihre ärztliche Verpflichtung insbesondere in der Vorsorge zur Früherkennung von urologischen Krebserkrankungen. Präzision bei der Befunderhebung und Zeit bei der Beratung im Rahmen unserer Sprechstunden sind die zu Recht von unseren Patienten gestellten Ansprüche an eine moderne medizinische Betreuung.

Zu den etablierten Vorsorgeuntersuchungen in Heilbronn zählen:
- Das Abtasten der Prostata und Stuhluntersuchung
- Die PSA und der Ultraschall von Niere, Blase und Prostata
- Die Nieren- und Blasenuntersuchung für die Frau

Prostatakrebs

Die Therapie des Prostatakarzinoms, dem heute häufigsten bösartigen Tumor bei Männern, steht seit über 10 Jahren im Mittelpunkt der klinischen Forschung und Diagnose in der Urologie Heilbronn.

Diagnose und Früherkennung beim Prostatakrebs

Im Frühstadium des Prostatakarzinoms besteht in der Regel Beschwerdefreiheit, die Tumorherde sind weder sichtbar noch tastbar. Bei einem Verdacht auf Prostatakrebs erfolgt die gezielte, ultraschallgesteuerte (TRUS) Punktion der im Ultraschallbild sichtbaren Herde. Zum Nachweis eines Frühkarzinoms werden TRUS-gesteuert mindestens 12 Proben aus definierten Bereichen der Prostata und der Prostatakapsel entnommen.

Die Urologische Klinik Heilbronn empfiehlt neben der jährlichen Vorsorgeuntersuchung zur Prostatakarzinom Früherkennung, eine weiterführende zusätzliche und regelmäßige Blutuntersuchung zur Ermittlung des PSA Wertes. Prof. Rassweiler ist ein Bekenner des intelligenten Einsatzes der PSA zur Früherkennung des Prostatakarzinoms. In der Urologischen Klinik Heilbronn wurde das standardisierte Verfahren der Gewebeprobe hin zur 'Dodekanten Stanzbiopsie' weiterentwickelt.

Lymphknoten-Staging

Bei der diagnostischen Lymphknotenentfernung wird das Vorliegen von nicht sichtbaren, aber mikroskopisch nachweisbaren, Lymphknotenmetastasen ermöglicht. Bei Werten des Tumormarkers im Blut bei Prostatakrebs (PSA) über '15 ng/ml', erfolgt eine spezielle Knochenuntersuchung (Knochenszintigramm) zum Ausschluss von Knochenmetastasen.

Therapie

An unserem Klinikum erfolgt eine umfassende Behandlung des Prostatakarzinoms mit kurativer Intension unter Einsatz der:
- laparoskopischen radikalen Prostatektomie mit Unterstützung des OP-Roboter DaVinci ®
- Brachytherapie
- Chemotherapie, Hormontherapie

Die 'Heilbronner Technik'!

Alle etablierten und standardisierten Operationsverfahren finden in der Urologie Heilbronn Anwendung, insbesondere laparoskopische Operationen sowie alle Formen der medikamentösen Therapie wie die Zytostatikatherapie, Hormontherapie und Immuntherapie. Beschränkt sich ein Prostatakarzinom auf das jeweilige Organ, ist dessen operative Entfernung nach neuesten Forschungsergebnissen die sicherste Behandlungsmethode. Ein wesentliches Ziel der Therapie ist hierbei die Erhaltung der Kontinenz. Die radikale Prostatektomie erfolgt in der Urologie Heilbronn ausschließlich laparoskopisch. Die speziell hierfür entwickelte 'Heilbronner Technik' hat sich in über 2500 Eingriffen als Standardverfahren etabliert. Seit Oktober 2009 wird die Operation mit Unterstützung durch den DaVinci ® OP-Roboter durchgeführt. So wird eine jahrelange laparoskopische Erfahrung mit der neuesten Technik kombiniert.

Penile Tumeszenzmessung ( NPT )

Nach einer nervenschonenden laparoskopischen radikalen Prostatektomie besteht die Möglichkeit, über eine nächtliche penile Tumeszenzmessung ( NPT ) das Vorhandensein einer erektilen Funktion nachzuweisen. Entsprechend dem modifizierten 'Kieler Modell', einem von Prof. Jünemann et al. in Kiel entwickelten Behandlungsalgorithmus, empfehlen die Ärzte der Urologie Heilbronn im Falle einer nachweisbaren Erektionen die regelmäßige Einnahme von Tadalafil oder Sildenafil zur weiteren Verbesserung der erektilen Funktion.

Im Falle nicht nachweisbarer nächtlicher Erektionen, findet in der Urologie Heilbronn die SKAT-Therapie ( Schwellkörper-Autoinjektions-Therapie ) Anwendung, mit dem Ziel einer Rehabilitation der erektilen Funktion.


Blasenkrebs

Die Diagnostik bösartiger Blasenkarzinome erfolgt in unserer Klinik mittels der Fluoreszenzdiagnostik, einem ebenfalls endoskopischen Verfahren, das Tumore visuell bereits im Frühstadium erkennen lässt. Um die zuverlässige Identifizierung auch kleinster Karzinome sicherzustellen, werden diese durch Alphalävulinsäure (ALA, Hexvix) angefärbt und mittels fotodynamischer Diagnostik sicher identifiziert.

Die Urologische Klinik Heilbronn ist spezialisiert auf endoskopische Diagnoseverfahren, wobei neben einer Ultraschall- und Kontrastmitteluntersuchung (AUG), eine endoskopische Blasenspiegelung durchgeführt wird (Urethrozystoskopie). Bei dieser Untersuchung erfolgt die Gewebeentnahme mit einer so genannten Elektroschlinge (Transurethrale Elektroresektion der Blase, TUR-B).

Oberflächliche Harnblasentumore können im Frühstadium mit einer TUR-B in Verbindung mit einem Chemotherapeutikum erfolgreich therapiert werden.

Transurethrale Resektion des Karzinoms (TUR-B)

Bei oberflächlichen Karzinomen ist die transurethrale Elektroresektion die Therapie der ersten Wahl. In Verbindung mit einem Chemotherapeutikum bestehen sehr gute Heilungschancen.

Blasenentfernung und Harnableitung

In den Fällen, in denen aufgrund der Ausdehnung und der Wachstumstiefe des Karzinoms eine komplette Entfernung der Blase notwendig wird, bieten wir alle Arten der Harnableitung an. Eine radikale Zystektomie erfolgt in der Urologie Heilbronn laparoskopisch. Insbesondere favorisieren wir die kontinente Harnableitung mittels Neoblase (Ersatzblase bei Mann und Frau) bzw. den kontinenten Pouch. Diese Verfahren garantieren den höchstmöglichen Erhalt an Lebensqualität.

Eine Form der inkontinenten Harnableitung ist das Ileum-Conduit. Hier erfolgt die Einpflanzung der beiden Harnleiter in ein ausgeschaltetes Darmstück. Über das offene Ende des Darmstücks wird der Urin kontinuierlich nach außen in ein Beutel-System abgeleitet, das der Patient regelmäßig säubern muss.

Im Vergleich zu anderen inkontinenten Alternativen bietet das Ileum -Conduit durch die Anwendung moderner Beutelsysteme noch einen höchstmöglichen Erhalt an Lebensqualität. Zudem wird die Nierenfunktion geschont.

Fortgeschrittene Tumore, bei denen eine radikale Zystektomie nicht mehr möglich ist, werden an der Urologischen Klinik Heilbronn mittels Polychemotherapie stationär und ambulant behandelt.


Nierenzellkrebs

Die Urologische Klinik Heilbronn hält modernste diagnostische Standards und individuell ausgerichtete Therapiemethoden für die maximale Behandlung von Nierentumorpatienten vor.

Diagnose

An der Urologie Heilbronn erfolgt eine erste Diagnose durch Ultraschall (Sonographie). Mittels Computertomographie oder Kernspintomographie lässt sich mit sehr hoher Sicherheit ein Nierenzelltumor bestätigen, respektive ausschließen.

Therapie

Ziel ist die radikale Entfernung des Nierenzellkarzinoms. Nur im Falle besonders großer Karzinome muss die komplette Niere entfernt werden. Bei Karzinomen bis maximal 4 cm Durchmesser und bei anatomisch günstiger Lage erfolgt die Karzinomentfernung im Sinne einer Nierenteilresektion bei Organerhaltung. Dies ist insbesondere die Therapie der Wahl bei Einzelniere. Die Nierenentfernung wird, wenn möglich, durch laparoskopische Operationsverfahren (Schlüssellochoperation) durchgeführt.

Tyrosinkinase-Inhibitoren

Insbesondere die Tyrosinkinase-Inhibitoren ist eine neue und viel versprechende Therapie zur Behandlung des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms für alle Tumorpatienten, die auf eine Immuntherapie nicht ansprechen oder diese nicht vertragen. Angenehm für den Patienten ist zudem die Verabreichung in Tablettenform.


Nierenbeckenkrebs und
Harnleiterkrebs

Die Urologische Klinik Heilbronn gehört zu den wenigen Zentren in Europa, die Nierenbecken- und Harnleiterkarzinome per Laparoskop therapieren. Laparoskopische Tumor- Nephroureterektomie bedeutet die komplette Entfernung von Niere und Harnleiter unter Mitnahme einer Blasenmanschette.

Bei oberflächlichen, nicht in die Tiefe infiltrierenden Harnleiterkarzinomen kann auch unter sorgfältigem Abwägen der Heilungschancen, eine Teilresektion des Harnleiters mit End-zu-End-Anastomose durchgeführt werden. In besonderen Fällen kann auch bei tiefen Tumoren im Harnleiter die Niere erhalten bleiben. Es folgt die Teilentfernung des Harnleiters bei Neueinpflanzung des Harnleiters in die Blase.

Ein weiteres Behandlungskonzept umfasst die endoskopische Lasertherapie bei kleineren Nierenbecken- und Harnleitertumoren.


Hodenkrebs

Die Urologie Heilbronn gehört zu den wenigen Zentren in Deutschland, die bereits seit 1992 über eine große Erfahrung mit der laparoskopisch, retroperitonealen Lymphadenektomie (radikal oder modifiziert) verfügt. Ohne einen großen Bauchschnitt kann sicher geklärt werden, ob ein Lymphknotenbefall vorliegt und ob sich der Patient einer Chemotherapie unterziehen muss. Die weitere Therapie des Hodenkarzinoms richtet sich nach der histologischen Klassifizierung.

Sind Einzelhoden betroffen, wird in der Urologie Heilbronn immer versucht werden, das Organ zu erhalten, wobei dann das Ausschälen des Hodentumors die Behandlung der Wahl ist.

Die Heilungschancen beim Hodenkarzinom liegen bei über 95%, bei Früherkennung sogar bei 99%-100%.


Seltene Tumorerkrankungen

Auch bei seltenen Tumorerkrankungen, wie der des Penis oder des Retroperitoneums verfügt die Urologie Heilbronn über langjährige Behandlungserfahrung. Zur Diagnosestellung und Therapie werden bei Retroperitonealtumoren ebenfalls laparoskopische Operationstechniken angewandt.


Medikamentöse Krebstherapie

Die Urologie Heilbronn führt bei allen urologischen Krebserkrankungen, die durch alleinige Radikaloperation nicht heilbar sind, moderne medikamentöse Therapien nach den neusten Richtlinien und Schemata durch. Dies umfasst verschiedene Chemotherapiemöglichkeiten bei fortgeschrittenen Prostata-, Blasen-, Nieren- und Hodentumoren wie auch die Immunchemotherapie bei Nierentumoren und die Hormontherapie beim Prostatakarzinom.