Urologie Heilbronn - Erkrankungen der Hoden

Beste Heilungschancen bei Früherkennung

Erkrankungen der Hoden sind sehr unterschiedlich in ihrer Ausprägung. Das Spektrum reicht dabei von Entzündungen über sehr schmerzhafte Hodentorsionen (Verdrehung) bis hin zu bösartigen Tumorerkrankungen. Die Mehrzahl aller Hodenerkrankungen sind gutartig.

Zu den einfach zu behandelnden Krankheitsbildern gehören die Hydrozele (Wasserbruch) und die Varikozele (Krampfaderbruch). Bei einem ungünstigen Verlauf einer Hoden- bzw. Nebenhodenentzündung kann es zu einer operativen Entfernung des entzündeten Hodens kommen. Hoden- oder Nebenhodenentzündungen zählen zu den häufigen Ursachen für die Unfruchtbarkeit bei Männern.

Eine Hodentorsion allerdings bedarf einer sofortigen operativen Behandlung. Der Hodentumor zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Männern zwischen 18 und 40 Jahren. Bei frühzeitiger Behandlung bestehen lebenslange gute Heilungschancen.

Wasserbruch (Hydrozele)

Als Hydrozele bezeichnen wir eine pralle und schmerzfreie Flüssigkeitsansammlung in den Gewebehüllen des Hodensacks. Die Ursachen liegen zum einen in einer allgemeinen Veranlagung, in einer Verletzung der Hoden oder Nebenhoden oder sind die Folge einer Hodenentzündung. Ein Wasserbruch lässt sich mittels einer Ultraschalluntersuchung diagnostizieren. In der Urologie Heilbronn wird die Hydrozele operativ beseitig und nur selten punktiert. (Lord-procedure)


Krampfadern (Varikozele)

Die Varikozele ist eine harmlose Gefäßerweiterung des um den Hoden gelegenen Venengeflechts, dessen Ursache ein erschwerter Abfluss des Blutes aus dem Hoden ist. Die Mehrzahl der Patienten leidet unter einer linksseitigen Varikozele.

Die Ursachen für die Abflussstörungen des Blutes liegen in fehlenden oder insuffizienten Venenklappen im Bauchraum (Niere und Retroperitoneum) oder in einer angeborenen Schwäche der Blutgefäßwände. Nur selten ist die Varikozele ein Hinweis für einen Tumor (Wilms-Tumor bei Kindern oder ein Nierenzellkrebs bei älteren Männern, im Besonderen auf der rechten Seite). Bei 15% aller Männer aber zeichnet sich diese Erkrankung verantwortlich für einen unerfüllten Kinderwunsch.

Die Urologie Heilbronn bietet zur Therapie für Krampfadern die minimalinvasive laparoskopische Venenresektion an.


Hodenentzündung (Orchitis)

Eine Orchitis ist entweder die Folge einer Infektionserkrankung, ist sehr schmerzhaft oder das Zeichen einer auf den Hoden übergreifenden Nebenhodenentzündung.


Entzündung der Nebenhoden
(Epididymitis)

Die Epididymitis entsteht meist infolge einer Entzündung der Prostata oder der Harnwege, wobei zwischen einer akuten und einer chronischen Nebenhodenentzündung unterschieden wird.

Eine akute Nebenhodenentzündung ist mit starken Schmerzen verbunden, die bis in die Leistengegend und den Unterbauch ausstrahlen können. Zum Keimnachweis dienen zunächst Urinanalysen, und zum Ausschluss anderer Hodenerkrankungen dient eine Ultraschalluntersuchung.

Neben schmerzlindernden und entzündungshemmenden Medikamenten in Kombination mit einer testgerechten Antibiotikatherapie ist die körperliche Schonung (Bettruhe) das wichtigste Therapeutikum. Im weiteren Verlauf, nach Abklingen der Symptome, müssen insbesondere die Ursachen für eine Abflussstörung im Bereich der Harnröhre (gutartige Prostatavergrößerung, Harnröhrenengen) gesucht und ggf. ausgeschlossen werden. Kommt es zur chronischen Epididymitis kann die operative Entfernung des betroffenen Nebenhodens notwendig werden.


Hodentorsion (Akuter Notfall!)

Die Hodentorsion ist immer eine akute Notfallsituation, da die Durchblutung durch die Längsdrehung von Hoden und Samenstrang unterbrochen wird. Insbesondere kommt es bei Kindern oder bei Jugendlichen -durch sportliche Aktivitäten- zu einem solchen Krankheitsbild.

Die Hodentorsion ist verbunden mit unvermittelt auftretenden starken Schmerzen bis in die Leiste. Eine begleitende Hodenschwellung kann ebenfalls zu sehen sein. Im Frühstadium der Hodentorsion lässt sich die Verdachtsdiagnose durch eine Ultraschalluntersuchung (Doppler / Colour Duplex) eingrenzen.

Wichtig ist die zeitnahe Operation, bei welcher der Hoden wieder in die richtige Lage gebracht wird. Einer erneuten Verdrehung wird mittels Nähten entgegengewirkt (Orchidopexie). Bei einer mehr als 6 Stunden dauernden Durchblutungsunterbrechung beginnt das Hodengewebe abzusterben, was zum Verlust des Hodens führen kann.


Hodentumor

Hodentumore zählen zu den häufigsten bösartigen Tumoren bei jungen Männern. Wird der Tumor im Frühstadium erkannt, ist fast immer eine Heilung möglich. Die regelmäßige Selbstuntersuchung des Hodens ist der beste Weg, einen Tumor rechtzeitig zu erkennen. Zu den Risikofaktoren für die Entstehung eines Hodentumors zählen der Kryptorchismus (Hodenhochstand) im Kindesalter oder eine familiäre Belastung (Hodentumore in der männlichen Verwandtschaft).

Nach der initialen Therapie der Hodenentfernung und den notwendigen Untersuchungen zur Ausbreitungsdiagnostik erfolgt in der Urologie Heilbronn die Behandlung nach den Leitlinien der nationalen und internationalen Urologischen Gesellschaften (EAU, DGU), je nach Befund mit Chemotherapie (Carboplatin, PEB oder PEI) oder Entfernung der möglicherweise befallenen Lymphknoten. Durch die ausgewiesene laparoskopische Expertise wird diese modifizierte retroperitoneale Lymphknotenausräumung zu diagnostischen Zwecken oder auch zur Entfernung von Residualtumoren nach einer Chemotherapie mit der Schlüssellochmethode operiert.