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Urologie Heilbronn - Krankenversorgung am Puls der Zeit

Die Urologie Heilbronn unterstützt Forschung, die dem Patienten direkt zu Gute kommt

Klinische Studien dienen der Weiterentwicklung von im Alltag etablierten Standardtherapien, mit dem Ziel, die Grundlagen für neue Therapien zu entwickeln und das Ergebnis bestehender Behandlungsmethoden für den Patienten nachhaltig zu verbessern.

Im Fachbereich Urologie entstanden auf diese Weise in den vergangenen Jahren neue operative Techniken zur Krebstherapie, anatomischen Defekten (Hypospadie) und Funktionsstörungen (Inkontinenz).

Analog der Kernkompetenzen der Urologie Heilbronn konzentrieren sich die Forschungsschwerpunkte auf die Therapieformen von Erkrankungen der Prostata, Blase und Niere.

Die Urologie Heilbronn beteiligt sich an internationalen klinischen Studien. Sie steht in Kooperation mit der Organisation CROES (Clinical Research Office of Endourological Society), die auf internationaler Ebene, die Mitarbeit an klinischen Studien organisiert und strukturiert und dadurch wertvolle Synergien für neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur Weiterentwicklung in der Krankenversorgung bündelt.

Die Urologie Heilbronn arbeitet aktuell an folgenden Themen:

TOOKAD Studie

Klinische Studie zur Behandlung des niedrig-Risiko Prostatakarzinoms
mit TOOKAD® Soluble
Vaskuläre Photodynamische Therapie (VTP)


Für die meisten Patienten mit der Diagnose eines niedrig-Risiko Prostatakarzinoms werden derzeit radikale Behandlungen durchgeführt: Radikale Prostatektomie (chirurgische Entfernung der gesamten Prostata), Brachytherapie oder externe Radiotherapie.

Bei Patienten mit einem niedrig-Risiko Prostatakarzinom ist die Wahrscheinlichkeit für das Fortschreiten sowie die Streuung des Tumors gering. Die langsame Entwicklung der Erkrankung macht regelmäßige Arztbesuche notwendig, um zu überprüfen, dass keine Verschlimmerung der Erkrankung eingetreten ist. Dies folgt den europäischen und amerikanischen Empfehlungen und ist als aktive Überwachung bekannt. Diese Strategie verhindert die potentiellen Nebenwirkungen der radikalen Behandlungen.

In den letzten Jahren ist eine Alternative zur Operation oder anderen radikalen Behandlungen entwickelt worden, die auch Patienten unter aktiver Beobachtung vorgeschlagen werden kann, die mit einer minimal invasiven Methode behandelt werden möchten. Sie besteht darin, dass der Tumor zuerst durch Biopsie-Entnahme lokalisiert wird. Anschließend wird in den Bereichen der Prostata Drüse, wo Krebs festgestellt wurde, eine selektive Ansteuerung und Zerstörung durchgeführt. Solch eine neue Behandlungsmöglichkeit ist als fokale Therapie bekannt.

Eine neue Methode der fokalen Therapie unter Einsatz von TOOKAD® Soluble-VTP (ohne radikale Operation) ist derzeit in klinischen Studien, um zu überprüfen, ob dieses Verfahren verglichen mit aktiver Überwachung eine bessere Behandlung für Patienten mit niedrig-Risiko Prostatakarzinom darstellt. Es wird unter Vollnarkose durchgeführt. Lichtleiter werden in die Prostata eingeführt sowie das Medikament namens TOOKAD® Soluble intravenös injiziert. Das Medikament wird dann lokal mit Licht aktiviert. Diese Behandlung ist bereits bei mehr als 160 Patienten mit Prostatakarzinom in Europa, den USA sowie Kanada durchgeführt worden. Diese minimal invasive Behandlung erlaubte eine gute Lebensqualität, mit begrenzten Nebenwirkungen.

Zur Teilnahme an der laufenden europäischen Studie rufen Sie Ihren Urologen an.

Kontaktaufnahme für weitere Informationen:

Für weitere Informationen über diese Studie kontaktieren Sie:

Klinik für Urologie (Direktor Prof. Dr. med. Dr. h. c. Jens Rassweiler)

Studiensekretariat Frau Kircher
07131/49-2402
prostatazentrum@slk-kliniken.de

Ltd. Oberarzt Dr. Schulze (Prüfarzt)
07131/49-2405
michael.schulze@slk-kliniken.de


Prefere Studie

Prefere-Studie beim Prostatakarzinom

Diese deutschlandweite Studie befasst sich seit 2012 mit den Therapievarianten zur bestmöglichen Behandlung eines niedrig-Risiko Prostatakarzinoms und untersucht somit die Methoden der Radikalen Prostatektomie, der Brachytherapie , der perkutanen Bestrahlung auch der Active Surveillance Strategie hinsichtlich ihrer optimalen, heilenden Wirkung. Die Prefere Studie wird von allen wichtigen, medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften, die an der Behandlung des Prostatakarzinoms beteiligt sind, der Deutschen Krebsgesellschaft, der Deutschen Krebshilfe und den Krankenkassen unterstützt.

Die Prefere-Studie hat das Ziel die Frage zu beantworten, welche Therapie, ob, wann und wie im Einzelfall zur Anwendung kommen sollte. Im Rahmen der Studie werden neben den Krankheitsverläufen mit allen Nebenwirkungen oder Komplikationen auch die Nachsorgeergebnisse erfasst. Das heißt, die Dauer der Untersuchung im Rahmen der Prefere-Studie erstreckt sich über viele Jahre.

Zur Teilnahme an der laufenden Deutschen Prefere-Studie befragen Sie uns gerne.

Kontaktaufnahme für weitere Informationen:

Klinik für Urologie (Direktor Prof. Dr. med. Dr. h. c. Jens Rassweiler)

Studiensekretariat Frau Kircher
07131/49-2402
prostatazentrum@slk-kliniken.de

Ltd. Oberarzt Dr. Schulze (Prüfarzt)
07131/49-2405
michael.schulze@slk-kliniken.de


Navilop Studie

Navigation in der laparoskopischen Weichegewebechirurgie -
Eine prospektive Studie zur klinischen Evaluation der Machbarkeit, Sicherheit und Effektivität am Beispiel der Prostatektomie.

Angesprochen sind Patienten mit Prostatakarzinom und der Indikation Prostatektomie.

Kontaktaufnahme für weitere Informationen:

Klinik für Urologie (Direktor Prof. Dr. med. Dr. h. c. Jens Rassweiler)

Studiensekretariat Frau Kircher
07131/49-2402
prostatazentrum@slk-kliniken.de

Ltd. Oberarzt Dr. Schulze (Prüfarzt)
07131/49-2405
michael.schulze@slk-kliniken.de


PCNL Studie

Therapieformen zur Behandlung von Nierensteinen im Vergleich

Diese Studie vergleicht die Therapieerfolge bei der Behandlung von Nierensteinen auf der Basis neuester endoskopischer Möglichkeiten (ESWL und PCNL).


URS Studie

Therapieformen zur Behandlung von Harnsteinen

Die Entwicklung der Extrakorporalen Stoßwellen Lithotripsie (ESWL) zur Zertrümmerung von Harnsteinen gilt als eine der großen Pionierleistungen in der Medizin. Bei der Zertrümmerung von Nierensteinen kleiner und mittlerer Größe hat sich diese Technik heute als Standardtherapie etabliert.

Die Methode der flexiblen und halbstarren Ureteroskopy (URS) zur primären Behandlung von Harnsteinen und kleineren Nierensteine gewinnt zudem weiter an Bedeutung.

Diese Studie vergleicht die Behandlungsergebnisse zwischen den flexiblen endoskopischen Möglichkeiten und der Wirksamkeit der ESWL.


Renal Mass Studie

Therapieformen bei Nierentumoren

Die großflächig angelegte Studie zur Indikation, Therapie und Analyse von Nierenerkrankungen untersucht die Effizienz von laparoskopischen und roboterunterstützten Methoden sowie Ablationstechniken.


ZEUS-Studie (ZOMETA ®)

Protocoll No. CZL 446 GDE 08/ AUO 38/03

Diese Studie befasst sich mit Therapiealternativen in Form medikamentöser Nachbehandlung von fortgeschrittenem Prostatakrebs.
Rekrutierung abgeschlossen.


TUR monopolar/bipolar bei BPH

Diese Studie untersucht die Effizienz etablierten Methoden (bipolar/monopolar) und die Reaktion der Stromflüsse auf die Prostata und das umliegende Gewebe.
Rekrutierung abgeschlossen.



Weitere Informationen zu allen von uns durchgeführten Studien erhalten Sie von

Dr. med. Michael Schulze
michael.schulze@slk-kliniken.de

Dr. med. Jan-T. Klein
jan.klein@slk-kliniken.de