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Urologie Heilbronn - Erkrankungen der Blase

Diagnose und Heilung bei Blasenvorfall und Blasenkrebs

In Deutschland erkranken jährlich ca. 13.000 Männer und 5.000 Frauen neu an Blasenkrebs. Das Erkrankungsrisiko steigt ab dem 40. Lebensjahr mit zunehmendem Alter kontinuierlich an.

Die Urologie Heilbronn bietet auf dem Gebiet der Erkrankungen der Blase ein breites Spektrum an endoskopischen Diagnoseverfahren. Die Ärzte sind spezialisiert auf die Methoden der Ultraschall-und Kontrastmitteluntersuchung (AUG), der endoskopischen Blasenspiegelung (Urethrozystoskopie) sowie der Fluoreszenzdiagnostik, einem diagnostischen Verfahren, das selbst kleinste Tumore bereits im Frühstadium erkennen lässt.

Die Urologie Heilbronn behandelt gutartige Erkrankungen der Blase, wie z.B. den Blasenvorfall und ist spezialisiert auf die Therapie bösartiger Blasentumore.

Blasenvorfall (Zystozele)

Der Blasenvorfall beruht auf einer Schwächung der Haltestrukturen, die eine übermäßige Absenkung der Scheide und der Gebärmutter, also der weiblichen Geschlechtsorgane, verursachen. Die Senkung der vorderen Scheidenwand ist mit der Senkung des Blasenbodens, also einer Zystozele verbunden. Es kommt zu Beschwerden wie Druck- und Senkungsgefühl, Kreuzschmerzen und einem häufigen Harndrang, der zu wiederholten Harnwegsinfektionen führt.

Fast jede Frau ist, zunehmend in höherem Alter, von dieser Erkrankung betroffen. Die Ursachen liegen zum einen in einer erblich veranlagten Bindegewebs- und Muskelschwäche der stützenden Strukturen des Beckenbodens sowie komplizierten Geburten und Übergewicht.

Außerdem begünstigen bei einer angeborenen Bindegewebsschwäche unangemessene körperliche Belastungen, wie Heben und Tragen schwerer Gegenstände, die Entstehung einer Senkung des Beckenbodens.

Vorbeugend und bei leichteren Ausprägungen hilft eine gezielte Beckenbodengymnastik. Bei anhaltenden Beschwerden und einer begleitenden Harninkontinenz ist jedoch eine Operation (Scheidenplastik) mit dem Ziel der Rekonstruktion und Stabilisierung unumgänglich.


Oberflächlicher Blasenkrebs

Die Ureterozystoskopie ist eine bewährte Methode zur Diagnose und Behandlung von oberflächlichem Blasenkrebs in einem frühen Stadium und basiert auf dem Einsatz von TUR-B in Verbindung mit einer postoperativen Chemo- und Immuntherapie (BCG, Mitomycine C).

In den meisten Fällen beschränkt sich der Blasenkrebs auf die innere Auskleidung der Harnblase und befällt die Schleimhaut. Obwohl diese Tumoren in der Regel durch endoskopische Techniken beherrscht werden, bilden sich leider bei manchen Patienten neue Tumoren.

Die Therapie von oberflächlichen Tumoren im Frühstadium konzentriert sich in der Urologie Heilbronn auf die transurethrale Elektroresektion (TUR-B), welche mit einer photodynamischen Diagnostik (PDD) kombiniert werden kann. In Verbindung mit dem lokalen Verabreichen von wachstumshemmenden Stoffen wie Chemotherapeutika bestehen gute Heilungschancen.


Invasives Blasenkarzinom

Die Therapie eines Blasenkarzinoms erfordert komplexe Operationsmethoden.

Invasive Blasenkarzinome wachsen massiv in das Gewebe und in die Muskulatur ein oder dehnen sich oberflächlich an mehreren Stellen in der Blase unter Befall der Lymphknoten aus. Nur eine operative Entfernung der Blase (radikale Zystektomie) und eventuell befallener Lymphknoten kann in diesem Falle lebensrettend therapieren. Die Erfahrung unseres Ärzteteams in der Urologie Heilbronn ermöglicht auch hier einen laparoskopischen Eingriff.

Ein invasives Blasenkarzinom kann in Verbindung mit einer Strahlen- und Chemotherapie behandelt werden. Auch erzielen wir mit dem Einsatz alternativen Methoden wie dem Ileum-Conduit eine gute Lebensqualität bei Erhalt der Nierenfunktion.

Die Polychemotherapie zählt zu den Standardbehandlungen im Falle einer fortgeschrittenen Krebserkrankung in ambulanter und stationärer Form (z.B. M-VEC; Cisplatinum-Gemcitabine).

Die Urologie Heilbronn hat langjährige Erfahrungen auf dem Gebiet rekonstruktiver Verfahren zum Ersatz der Harnblase. Sie reichen von Formen der inkontinenten Harnableitung in einen Beutel (Ileum-Conduit) bis zum vollständigen Ersatz der Blase durch eine 'neue Blase' aus eigenem Darm (Neoblase).

Das Behandlungskonzept der Urologie Heilbronn umfasst bei einem Harnblasenkarzinom folgende operativen und rekonstruktiven Möglichkeiten:

1. Transurethrale organerhaltende Therapie (TUR) mit Nachresektion
2. Laparoskopische und offene Cystektomie
3. DaVinci ® -assistierte radikale Zystektomie
4. Harnableitung
5. Neoblase
6. Illeum-Conduit
7. Systemische und intravesikale Chemotherapie